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Simulation: Wichtige Ergänzung zur praktischen Ausbildung

Matthias Ziegler

Schulleiter der Bildungseinrichtung Villingen-Schwenningen
Telefon 07445 8512-741
m.ziegler(at)drk-ls.de

Am Standort Villingen-Schwenningen der DRK-Landesschule Baden-Württemberg wird der Einsatz von Simulation in der Ausbildung erprobt und weiterentwickelt. Denn simulationsbasiertes Lernen spielt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Rettungsdienstpersonal eine immer größere Rolle.

So können beispielsweise angehende Notfallsanitäter am Standort in Villingen-Schwenningen Teile der praktischen Ausbildung anstatt in der Klinik simulationsbasiert lernen und trainieren. Die Schülerinnen und Schüler können sich Lerninhalte aus den Bereichen Pädiatrie, Geburtshilfe, Anästhesie und Intensivmedizin aneignen.

Die DRK-Landesschule Baden-Württemberg hat hierfür spezielle simulationsbasierte Kursformate erstellt, die gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten des benachbarten Schwarzwald-Baar-Klinikums angeboten werden. Schließlich gibt es in der Praxis nicht immer zwangsläufig passende Übungsmöglichkeiten. Der Kreißsaal als intimer Ort kommt zum Beispiel nur bedingt als Lernumgebung infrage. Das simulationsbasierte Lernen, bei dem spezielle Übungspuppen zum Einsatz kommen, kann die praktische Ausbildung deshalb sinnvoll ergänzen und ein Lernen in sicherer Umgebung ermöglichen.

2018 gab es an der Bildungseinrichtung Villingen-Schwenningen die erste simulationsbasierte Ausbildung im Bereich Pädiatrie und Geburtshilfe, seit 2020 werden auch Simulationskurse zum Thema Anästhesie als Ergänzung zur praktischen Ausbildung im Krankenhaus angeboten. Diese Form des Trainings bewährte sich auch insbesondere während der Pandemie. Mittlerweile werden fast 200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg pro Jahr simulationsbasiert geschult.

Die simulationsbasierte Ausbildung spielt aber auch bei angehenden Notärzten eine Rolle. Neben den Notarztkursen Villingen-Schwenningen und Freiburg, die acht Tage dauern, werden ab 2022 sogenannte NA-SIM-25-Kurse angeboten. In diesen können angehende Notärzte die Hälfte ihrer notwendigen 50 Notfalleinsätze in einem Simulationskurs absolvieren. So können sehr seltene, aber hochrelevante Notfälle geplant sowie in einer sicheren Umgebung und mit Unterstützung von erfahrenen Simulations-Instruktoren trainiert werden.